Motivation zum Lernen für Erwachsene

Motivation zum Lernen? Auch im Erwachsenenleben will (oder sollte) man immer wieder mal was lernen, sich was aneignen. Sei es eine Sprache [tolle Kurse findest du hier], eine neue Software oder auch Neuheiten im Job. Kaum aber möchte man sich damit beschäftigen, also lernen, meldet sich der innere Schweinehund. Plötzlich muss Wäsche gewaschen werden, die Wohnung aufgeräumt werden, müssen Unterlagen sortiert werden… und die Fenster erst? Die sind ja total verschmutzt! Unsere Motivation zum Lernen? Verschwunden. Warum das so ist und wie du dagegen angehst, findest du hier:

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Wir schieben erst mal einfach gerne Dinge vor uns her, die auf den ersten Blick „unangenehm“ sind. Das muss aber gar nicht sein. Jeder kann eine entsprechende Motivation erzeugen und sowas sogar gerne erledigen. Klingt komisch? Ist es aber nicht!

Tipp: unter „Sprüche" findest du auch kurze  Motivationssprüche und Zitate zum Thema Lernen!

Wie motiviere ich mich zum Lernen?

Wichtig ist erstmal, die zwei grundsätzlichen Arten von Motivation zu unterscheiden. Die eine ist von externen Faktoren abhängig, die andere von internen. Sollte dich das näher interessieren, dann kannst du hier nachlesen Motivationstheorien: [KLICK]
Es geht aber auch so. Kurz und bündig: Externe Motivation hast du beispielsweise, wenn du Englisch lernen willst, weil deine Kollegen das alle können und du dich nicht blamieren möchtest. Oder weil danach vielleicht eine Gehaltserhöhung winkt. Interne Motivation hat einen anderen Antrieb. Einen, der aus dir selber kommt. Um beim Beispiel Sprache lernen zu bleiben, wäre ein innerer Antrieb: Du willst die Sprache lernen, weil es sich gut anfühlt. Weil du es genießt, wenn du dich im nächsten Urlaub mit den Menschen dort in deren Muttersprache unterhalten kannst. Dich interessiert also die Sprache an sich.
Ein innerer Antrieb ist die beste Motivation. Deine „richtige“ innere Einstellung ist also die beste Möglichkeit, Motivation zum Lernen sozusagen von alleine zu bekommen. Vielleicht findest du für dein Lernthema einen inneren Grund. Denk mal nach! Dann brauchst du dir um deine Motivation keine Sorgen zu machen. Denn du hast fast immer genug. Und das Lernen an sich geht schneller und einfacher. Ganz automatisch.
Oft aber müssen wir etwas lernen, für das uns der innere Antrieb fehlt. Für diese Fälle gibt es Hilfe:

Das große Ganze

Versuche mal, das große Ganze zu sehen. Also nicht nur: Ich muss für die Schule, für mein Studium, meine Arbeit oder sonstwas dieses oder jenes lernen. Bleiben wir beim Thema Sprache. Nimm einfach an, du kannst dich durch dein Lernen auf Englisch oder Spanisch, Italienisch oder Chinesisch verständigen. Was würde das bedeuten? Hast du dadurch in deinem Job einen klaren Vorteil gegenüber deinen Kollegen? Kannst du dich für eine höhere oder andere Stelle bewerben? Könntest du das auch privat prima nutzen? Kannst du deinen Kindern viel besser in der Schule helfen? Kannst du dich im Urlaub problemlos verständigen?
Schau einfach mal über den Tellerrand. Was kannst du mit dem neuen Wissen zusätzlich anfangen? Wie oder wo kannst du das, was du zu lernen hast, anderweitig verwenden? Was bringt dir das für die Zukunft? Das hilft, um deine Einstellung zum Lernen zu verändern und dadurch mehr Motivation zu finden. Dazu kannst du auch eine

Positiv-Liste

erstellen. Also mach dir eine Liste und schreib alles auf, was positiv sein wird, wenn du dein Lernziel erreicht hast. So eine Liste kannst du dir bei einem Motivationsloch durchlesen und dich damit wieder motivieren. Aber frage dich auch

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Was kostet das?

Neben den tatsächlichen Kosten für Kurse, Bücher oder Software frag dich, was es dich an Aufwand oder Mühe kostet und ob du bereit bist, das zu zahlen. Beispielsweise

  • Wie viele Stunden pro Woche muss ich dafür lernen?
  • Wie viel Freizeit muss ich opfern?
  • Wie wird meine Familie, wie werden meine Freunde darauf reagieren?

Versuche, das so genau wie möglich zu analysieren. Sprich mit deiner Familie, deinen Freunden, wenn sie das betrifft. Du fängst an, jeden Abend eine Stunde zu lernen. Diese Stunde hast du aber bisher mit deinem Partner oder deinen Kinder verbracht. Daraus ergeben sich zwei Punkte:

  1. Bist du bereit (dir bewusst), auf diese Zeit mit deiner Familie / deinen Freunden zu verzichten?
  2. Ist deine Familie bereit, auf dich zu verzichten?

Das hört sich vielleicht dramatischer an, als es am Ende ist. Aber wenn nur einer der beiden Punkte gar nicht geht, dann hast du ein Problem. Das gilt es vorher zu lösen. Denn nur so kannst du deine Motivation zum Lernen dauerhaft halten.

Du solltest also herausfinden, ob es etwas gibt, das bei dir ein schlechtes Gewissen auslöst. Im besten Fall kannst du das entsprechend auflösen und/oder eine Gegenstrategie entwickeln. Das kann durchaus ganz einfach sein. Nimm mal an, du hast geplant, jeden Tag um 19:00 Uhr zu lernen. Deine Familie ist dagegen. 20:00 Uhr aber würde passen, weil die Kinder da schon im Bett sind.

Nur wenn dein Gefühl UND dein Verstand im Einklang sind, wird das was!

Unabhängig davon musst du irgendwann mal anfangen. Mach dir das so leicht wie möglich. Neben den Dingen, über die du gerade gelesen hast, gilt es auch, vermeintlich einfache Dinge vorzubereiten:

Erstelle einen Zeit- und Inhaltsplan

Erstelle dir einen Plan. Einen Zeitplan, der auch den Lerninhalt berücksichtigt. Damit kannst du zum einen strukturiert vorgehen, zum anderen kannst du dir auch viele kleine Teilziele setzten. Im Idealfall erreichst du mit jeder Lerneinheit ein Teilziel und hast so jedes Mal einen Erfolg. Erfolg motiviert und animiert dich, weiter zu machen. Wenn mal alles nichts hilft und du so überhaupt keine Lust zum Lernen hast, dann bereite dich einfach aufs Lernen vor:

Vorbereitung

Du hast also einen Lernplan und könntest anfangen. Eigentlich. Aber es geht nicht. Wo sind die Bücher, die Unterlagen, wo kann ich mich überhaupt hinsetzen? Also, bereite dich vor:

  • Bereite deinen Tisch vor (freie Arbeitsfläche, Stifte, Post-it, Rechner usw.)
  • Suche dir die notwendigen Lernunterlagen zusammen
  • Zieh dir was Bequemes an
  • Stell dir was zum Trinken hin
  • Leg eine Uhr bereit
  • Schalte dein Handy aus oder zumindest auf lautos

Mach aus der Vorbereitung ein angenehmes Ritual. Wenn du magst, auch mit Motivationsmusik im Hintergrund. Das hat den Vorteil, dass du, wenn du dann wirklich anfangen möchtest, auch anfangen wirst.

Nur ganz kurz

Die Vorbereitung passt, du könntest anfangen zu lernen. Aber der innere Schweinehund ist noch zu groß. Du siehst nur einen unendlich großen Berg an Lernmaterial vor dir? Und du hast das Gefühl, das schaff' ich nie? Dann mach es wie die Leistungssportler! Auch die haben manchmal keinen Bock auf Training. Aber sie haben einen Trick: Sie lassen das Training nie ganz ausfallen. Statt der vollen Trainingseinheit aber nehmen sie sich vor, nur eine ganz kurze zu absolvieren. Was heißt das für dich? Nimm dir vor, nur gaaaanz kurz zu lernen! Nur ein einziges kleines Kapitel, nur ein paar Vokabeln. Die Lernportion wählst du so, dass du sie hundertprozentig schaffen kannst. Das hat den Vorteil, dass du auf jeden Fall etwas gelernt hast. Und: Du hast den Anfang, diesen so extrem wichtigen ersten Schritt gemacht. Und jetzt pass auf: Die Sportler sind nach ihrer ganz kurzen Trainingseinheit so ausreichend motiviert, dass sie fast immer ihre volle Trainingseinheit durchziehen. Für dich heißt das: Ein gelerntes Kapitelchen kann dich so motivieren, dass du freiwillig noch ein zweites oder drittes dranhängst. Versuch es einfach mal. Du wirst sehen, das klappt.

Belohnungen

Auch Belohnungen helfen dir, deine Motivation zum Lernen aufrecht zu halten. Das beginnt schon damit, dass du am besten in Etappen lernst und Pausen bewusst einplanst. Zum Beispiel 3 x 30 min lernen, dazwischen jeweils 10 min Pause. Mach dir am Ende einer Etappe wirklich bewusst, dass du sie gerade geschafft hast! Und in der Pause tust du, worauf du gerade Lust hast.
Wie die Belohnungen im Übrigen aussehen können, weißt du selbst am besten. Und sie hängen auch davon ab, wie groß dein Ziel insgesamt ist. Ein extra Keks zum Kaffee, ein Stückchen Schokolade, ein neues T-Shirt, ein Kino- oder Konzertbesuch, ein Urlaub oder, oder, oder.  Wichtig dabei ist nur: Halt es ein. Mach die Belohnungen für dich verbindlich. Nach dem Motto: Wenn ich mich jetzt hinsetze und lerne, bekomme ich im Anschluss meine Belohnung. Wenn du dich fest daran hältst, konditionierst du dich. Der positive Effekt: Nach einiger Zeit wirst du keine Belohnung mehr brauchen. Du bist auch so motiviert genug.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg beim Lernen und immer die volle Motivation 🙂

Übrigens, wenn du magst, kannst du hier noch mehr zum Thema Lernmotivation finden...

Lerntechniken für Erwachsene

oder

Buchempfehlungen zum Thema Lernen

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Motivation zum Lernen für Erwachsene - Wie du die bekommst und behälst
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Motivation zum Lernen für Erwachsene - Wie du die bekommst und behälst
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Motivation zum Lernen für Erwachsene. Du willst dir was aneignen, lernen. Deine Motivation? Verschwunden, warum und wie du dagegen angehst, hier:
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LuedeStrike | Motivierter Leben
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