Abnehm-Tipp #10: Schlaf dein Fett weg

Auch wenn du schläfst, wenn dein Bewusstsein schläft, dein Körper tut das nicht. Er ist voll in Aktion. Über Nacht werden Programme aktiviert, die deinen Körper regenerieren, beschädigte Zellen reparieren, Muskeln aufbauen, Fett und Stress abbauen.
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Über Nacht speichert dein Gehirn das, was es am Tag erlebt, gelernt und geübt hat. Über Nacht stärkt sich dein Immunsystem und ausreichend Schlaf hält deinen Stoffwechsel im Lot. Bei zu wenig Schlaf gerät er durcheinander. Und dann steigt das Risiko, übergewichtig oder krank zu werden.

Idealerweise solltest du als Erwachsener 7 bis 9 Stunden schlafen. Wenn das bei dir meist der Fall ist, dann ist alles gut. Wenn du allerdings regelmäßig zu wenig schläfst, dann lies, warum du daran etwas ändern solltest. Denn Schlaf ist keine Zeitverschwendung. Er ist absolut notwendig. Und hilft beim Abnehmen.

Schlank im Schlaf

Davon hast du bestimmt schon einmal gehört. Du denkst, das klingt zu gut, um wahr zu sein? Stimmt. Man kann sich natürlich nicht schlank schlafen. Ob viel oder wenig Schlaf, an deiner Gewichtsabnahme ändert das nichts. Aber viel oder wenig Schlaf scheint sich darauf auszuwirken, was du abnimmst: Fett oder Muskelmasse.

Dein Körper braucht auch nachts Energie. So viel steht fest. Und wenn du ihn lässt, holt er sich diese Energie vermehrt aus den Fettzellen. Das ist das Ergebnis einer entsprechenden Studie der University of Chicago aus 2010. Um wirklich fundiert zu sein, müsste sie noch einmal mit mehr Teilnehmern und über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden. Trotzdem lässt sie uns aufhorchen.

In dieser Studie wurden zehn übergewichtige Testpersonen einen Monat lang in einem Schlafforschungszentrum beobachtet. Dabei haben sie während eines Abnehmprogramms zwei Wochen lang je 5,5 Stunden und die anderen beiden Wochen je 8,5 Stunden geschlafen. Das Ergebnis: Der Gewichtsverlust war in beiden 2-Wochen-Etappen gleich hoch. Aber:

  • in den zwei Wochen mit 5,5 Stunden Schlaf lag der Fettanteil beim Gewichtsverlust bei ungefähr 25%
  • in den zwei Wochen mit 8,5 Stunden Schlaf bei über 50%

Mit ausreichend Schlaf nimmst du also nicht mehr Gewicht ab. Im Idealfall aber doppelt so viel Fett!

Damit die Vorgänge in allen Zellen koordiniert und gesteuert werden, steht unserem Körper neben dem Nervensystem noch ein zweiter Informationskanal zur Verfügung: unser Blut. Über die unglaublich fein verästelten Blutgefäße ist jede aktive Zelle erreichbar. Auch auf diesem Weg können Informationen und „Anweisungen“ in Form verschiedenster Botenstoffe, du kennst sie unter dem Namen Hormone, weitergeleitet werden.

Hormone beeinflussen nicht nur unsere Fortpflanzungsaktivitäten oder unser Verhalten, sondern steuern lebenswichtige Funktionen wie Kreislauf, Atmung, Stoffwechsel, Körpertemperatur usw. Aber auch dein Hungergefühl, deinen Schlaf und deinen Energielevel. Niemand weiß, wie viele Hormone unserem Körper zur Verfügung stehen. Es sind hunderte.

Und so wie die Vitalstoffe beeinflussen sich auch die Hormone gegenseitig. Dazu kommt, dass jedes Hormon stets mehrere verschiedene Wirkungen auf unseren Körper hat. Es ist ein hoch komplexes Wechselspiel, in dem jedes Zu-viel oder Zu-wenig auch unerwünschte Nebenwirkungen hat.

Hormon Cortisol

Von den Hormonen, die sich negativ auf erholsamen Schlaf auswirken, ist Cortisol das bekannteste.

Cortisol, unser Stresshormon, lässt uns morgens aufstehen und versetzt unseren Körper in den Bereitschaftsmodus für alle Herausforderungen, die der Tag mit sich bringen könnte. Kurzum, Cortisol aktiviert dich und hat einen wichtigen Anteil daran, dass du leistungsfähig bist. Es will Energie bereitstellen, egal woher. Aus den Glucosespeichern, den Fettzellen oder den Proteinreserven, die auch in unseren Muskeln stecken. Fettabbau klingt gut. Muskelabbau nicht.

Im Lauf des Tages schwankt der Cortisolspiegel. Die höchste Dosis flutet den Körper morgens, so zwischen sechs und acht Uhr, Nachschub gibt’s etwa 7 – 10 Mal pro Tag. Gegen Mitternacht ist im Normalfall der Tiefpunkt erreicht, damit du entspannt schlafen kannst.

Das gelingt mit Hilfe von Melatonin, unserem Schlafhormon, das der Körper produziert, sobald es dunkel wird. Eigentlich.

Denn wenn du einen herausfordernden Alltag hast und permanent unter Strom stehst, wird mehr Cortisol ausgeschüttet. Damit hast du genug Leistung für dein volles Tagesprogramm. So weit, so gut. Aber: Ein zu hoher Cortisol-Level am Abend verhindert erholsamen Schlaf. Cortisol baut sich nämlich im Körper relativ langsam ab. Und solange zu viel Cortisol im Blut ist, kommt Melatonin nicht zum Zug. Die Folge: Du kannst schlecht einschlafen. Und weil dir wichtige Tiefschlafphasen fehlen, kannst du nicht ausreichend regenerieren, um am nächsten Morgen wieder voll durchzustarten. Schlechter Schlaf führt zu mehr Stress – mehr Stress zu mehr Cortisol im Blut – mehr Cortisol im Blut zu schlechterem Schlaf. Du weißt was jetzt kommt. Du befindest dich in einem Teufelskreis.

Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, brauchst du stressfreie Auszeiten. Idealerweise in der Zeit, wenn es dunkel wird.

Dauerhaft zu wenig Schlaf beeinträchtigt nicht nur deine Leistungsfähigkeit. Dauerhaft zu wenig Schlaf killt auch deine Motivation, abzunehmen oder dich zu ausreichend zu bewegen.

Wenn du häufig unter Schlafproblemen leidest, dann mach dich auf die Suche nach der Ursache. Und ändere sie! Bau Stress ab. Entschleunige deinen Alltag so weit wie möglich und schaff dir kleine Auszeiten am Abend. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Aber zu gesundem Schlaf ist das der beste Weg. Ganz ohne Nebenwirkungen.

Du kannst natürlich für besseren Schlaf auch ein Supplement versuchen. Ich bin in solchen Dingen immer ziemlich zurückhaltend, aber wenn es dir hilft, aus einem Teufelskreis auszubrechen, dann ist das kurzfristig sicher ok.

Hier Endspurt: Abnehmtipp 11:

Abnehmtipp 11

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