Fehler beim Abnehmen #2 bis #5

Du hast Dir bereits den 1. Fehler beim Abnehmen durchgelesen? Wenn nicht, dann lies ihn bitte zuerst: [KLICK]. Wenn ja: Prima! Und hier sind sie, die Fehler beim Abnehmen 2 bis 5 im Überblick:

fehler beim abnehmen

Du steigst morgens voller Erwartung auf die Waage, willst deinen Erfolg endlich angezeigt bekommen – und wirst bitter enttäuscht. Kennst du das? Das fühlt sich nicht gut an. Für deine Motivation ist das ein Schlag unter die Gürtellinie. Ein völlig unnötiger Schlag und einer der größten Fehler beim Abnehmen!

Wusstest du, dass dein Gewicht täglich um etwa 1,4 Kilo schwanken kann, ohne dass sich dein Körperfett auch nur um 1 Milligramm ändert? Nein? Na dann, sei gespannt:

Du weißt, unser Körper besteht zu 60-70% aus Wasser. Und ALLES, was sich auf den Wasserhaushalt auswirkt, beeinflusst auch unser Gewicht. Logisch, oder? Beim Essen und Trinken ist dir sicher einiges bekannt, was Wasser bindet, wie etwa Salz, oder entwässert, wie Spargel, Ananas oder Reis. Denk aber auch das Wetter, an Sport und Sauna und an unsere Hormone. Einen wasserspeichernden Effekt haben zum Beispiel

  • Cortisol, das der Körper bei Stress bildet, und
  • Östrogen, das bei Frauen kurz vor den Tagen und in der Zyklusmitte bzw. beim Eisprung zu Gewichtsschwankungen von bis zu 3 Kilo (!) führen kann

Und dann wäre da noch unser schnell verfügbarer Energievorrat, das Glykogen. Es wird aus überschüssigen Kohlenhydraten gebildet. Am meisten davon befindet sich in der Leber (ca. 150 Gramm) und in der Muskulatur (ca. 200 Gramm). Und jetzt pass auf: Für jedes Gramm Glykogen werden etwa 3 Gramm Wasser gebunden. Das klingt erstmal nicht viel. Aber 350g mal drei ist ein gutes Kilo.

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Du siehst, es gibt vieles, was sich allein auf den Wasserhaushalt auswirkt. Von dem schwankenden Gewicht, das du in deinem Verdauungstrakt mit dir rum trägst, war noch gar nicht die Rede. Und auch nicht von deiner Muskulatur. Dass Muskeln schwerer sind als Fettgewebe, hast du sicher schon mal gehört. Treibst du also regelmäßig Sport, wirst du mit der Zeit schlanker - und schwerer. Schau dir mal die drei Bauchbilder an. Hättest du gedacht, dass die rechte Frau über 6 Kilo schwerer ist als die linke?

Tägliches Wiegen ist also definitiv kein Indikator für deinen Abnehmerfolg. Lass dich von der Waage nicht in die Irre führen und dir deine Motivation kaputt machen.

Fehler beim Abnehmen #3: Kein passendes / richtiges Ziel

Zu wenig konkret

Gehörst du zu den Menschen mit guten Vorsätzen? Du sagst dir: „Ich fang morgen an, abzunehmen.“ „Ich wär gerne drei Kilo leichter.“ „Ich versuch ab sofort, weniger zu essen.“

Tja. Alles schön und gut. Aber weißt du, was hier fehlt? Es fehlt die Verbindlichkeit.

Mit einer noch so gut gemeinten Absicht kommst du nicht ins Handeln. Dafür musst du konkret werden. Dir ein klares Ziel setzen. Und loslegen.

Denk mal an deinen letzten online-Einkauf oder deinen letzten Restaurant-Besuch. Solange du überlegst, vergleichst und abwägst, solange du dich mit den Möglichkeiten beschäftigst, etwas zu bestellen, passiert gar nichts. Sobald du dich aber für eine konkrete Sache entschieden hast, sobald du ein klares Ziel hast, wirst du verbindlich und bestellst. Dann folgt auch die Lieferung.

Genau so ist es beim Abnehmen. Solange du dir nur verschiedene Optionen offen hältst, passiert nichts. Sobald du dich aber für ein konkretes Abnehmprogramm entschieden hast und alle Vorbereitungen getroffen sind, kannst du loslegen.

Zu unrealistisch

Vergleichst du deine Figur mit der von Heidi Klum oder Toni Garrn? Mit der von David Beckham oder Johannes Huebl? Oder einem anderen Top-Model? Dann ist dein Ziel nicht nur schwer zu erreichen, sondern für die allermeisten von uns aufgrund der biologischen Voraussetzungen unrealistisch.

Stell dir mal vor, du wärst ein Löwe oder eine Löwin. – Und du möchtest gern schlank wie ein Gepard oder eine Gazelle sein. Wie groß sind wohl deine Chancen, dieses Ziel zu erreichen? - Du weißt selber, dass sie seeehr klein sind. Nimm aber trotzdem mal an, du könntest das schaffen. Und jetzt frag ich dich: Wie bedauernswert wäre ein Löwe mit dem Gewicht eines Geparden?

Versteh mich jetzt bitte nicht falsch. Das ist keine Motivation dafür, so zu bleiben wie du bist, wenn DU DICH in deiner Haut nicht wohl fühlst. Ich möchte nur, dass du darüber nachdenkst, ob dein Abnehmziel zu dir passt und ob du die FÜR DICH richtigen Vorbilder hast.

Die Medien suggerieren uns seit Jahrzehnten, dass nur wer superschlank ist, auch fit und attraktiv ist. Aber das stimmt nicht. Kennst du Angelina Kirsch? Wenn nein, dann schau sie dir einmal an. Angelina trägt – wie Germany‘s Miss Average, also Deutschlands durchschnittliche Frau - Kleidergröße 42/44 und ist eines von Deutschlands erfolgreichsten Models. Bei den Männern ist es nicht anders. Steven Martin zum Beispiel. Der ist 1,87 groß und trotz seiner 117 - dank reichlich Sport gut verteilten - Kilo eines der heißesten Male Models in Deutschland. Beide sind nicht schlank. Aber beide – und darauf kommt es an – haben mächtig viel Ausstrahlung. Weil sie sich so annehmen, wie sie sind. Genau das kannst du auch!

Hör auf, dich mit unrealistischen Vorbildern zu vergleichen. Und mach dich auf den Weg zu DEINEM Wohlfühl-Gewicht.

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Zu ambitioniert

5 Kilo in drei Wochen. Das klingt machbar. - Ist es aber nicht! Zumindest nicht, wenn 5 Kilo von deinen Fettpolstern weg sollen.

Wenn du nicht 20 oder mehr Kilo zu viel mit dir herum trägst, ist ein halbes Kilo pro Woche realistisch. Du wirst gleich verstehen warum:

Reines Fett enthält 8,7 – 9,3 kcal pro Gramm. Also durchschnittlich 9000 kcal je kg. Ich nehm mal an, das weißt du. Bei unserem Körperfett liegt der Durchschnittswert bei 7000 kcal je kg.

Woher kommt dieser Unterschied? Unser Fettgewebe besteht nur zum Großteil aus Fett. Der Rest sind Flüssigkeit und Eiweiß. Die wissenschaftlichen Studien geben für den reinen Fettanteil Werte zwischen 72% und 87% an. Ein Kilogramm Körperfett enthält demnach zwischen 6.264 und 8.091 kcal. Du kannst jetzt gut erkennen, dass 7.000 kcal ein geeigneter Durchschnittswert sind. Aber eben nur ein Durchschnittswert.

Was bedeutet das jetzt? Damit du ein Kilo Fettgewebe verlierst, musst du durchschnittlich 7.000 Kilokalorien einsparen. Das können nun etwa 6.200 kcal oder auch mal 8.100 kcal sein. Der Energiegehalt deines Fettgewebes ist nicht zu jeder Zeit gleich. Und anders als der deiner Freundin oder deines Freundes.

So. Und jetzt rechne mal selbst: Wenn du jeden Tag 500 kcal einsparst (das ist ganz schön viel!), sind das nach 7 Tagen 3500 kcal. Macht ein halbes Kilo. Durchschnittlich! Es kann sein, dass du dieses halbe Kilo schon nach 3.100 kcal bzw. 6 Tagen geschafft hast – und dass du ein anderes Mal über 4000 kcal einsparen musst und 8 Tage brauchst. – Du kannst es nicht genau berechnen!

Abnehmen braucht Zeit. Gib sie dir!

Fehler beim Abnehmen #4: Das falsche Abnehm-Programm

Voll motiviert kaufst du die Zutaten für deine neue Diät. Du bist offen für Neues, wiegst ab, kochst genau nach Rezept, hältst dich an alle Regeln – und stellst ziemlich bald fest, dass das nicht nur ziemlich viel Aufmerksamkeit erfordert, sondern auch viel Zeit verschlingt. Mehr, als dir im normalen Tagesablauf zur Verfügung steht. Das stresst. Für manche Diäten musst du sogar deinen gewohnten Rhythmus umstellen. Oder du musst auf Dinge verzichten, die dir besonders wichtig sind, zum Beispiel auf deinen Milchkaffee oder dein Feierabendbier. - Kommt dir das bekannt vor?

Je größer die Umstellung und die zusätzliche Belastung, umso größer ist das Risiko, dass du aufgibst. Ein Abnehm-Programm muss sich deinem Leben anpassen - nicht umgekehrt. Sobald du dich für eines verbiegen musst, ist es nicht das richtige für dich. Nimm eines, das zu dir passt. Vielleicht sogar eines von diesen: [KLICK]

Fehler beim Abnehmen #5: Unbewusste Verknüpfungen

Unser Gehirn verknüpft gerne zwei Handlungen miteinander, die über eine längere Zeit hinweg parallel oder hintereinander ablaufen. Zum Beispiel Aufstehen und Zähne putzen.

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Ist so eine Verknüpfung – eine Gewohnheit -einmal angelegt, verschwindet sie aus unseren bewussten Gedanken und läuft im Unterbewusstsein automatisch ab.

Manche Gewohnheiten sind aber ohne unser Wollen zur Gewohnheit geworden: der Kuchen zum Kaffee, etwas Schokolade oder ein paar Gummibärchen bei Stress, eine Handvoll Chips oder Nüsse beim Fernsehen. Du kennst das.

Während einer Diät streichst du die Extra-Kalorien. Es gibt also z.B. keinen Kuchen mehr zum Kaffee. Aber – und jetzt kommt’s: Damit wird ein Teil einer solchen Verknüpfung, einer Gewohnheit, gestrichen. Spätestens wenn der Kaffee nun vor dir steht, meldet sich dein Unterbewusstsein mit dem Hinweis ‚Kuchen fehlt‘. Schon ist der Kuchen in deinen bewussten Gedanken. Und es braucht ziemlich viel Disziplin und Motivation, um das Bild vom Kuchen wieder aus dem Kopf zu kriegen. Wenn du in dem Moment müde oder gestresst bist, ist das Risiko groß, dass du schwach wirst und die Gewohnheit siegt.

Achte mal darauf, wo du Gewohnheiten hast, die deinen Abnehmerfolg gefährden. Sobald sie dir bewusst sind, kannst du sie ändern.

Das waren die Fehler beim Abnehmen Nummer 2 bis 5! So schwer ist das alles nicht, oder? Dann gleich weiter:

Abnehmfehler 6